Funktionsveränderung: Funktionssteigerung, Funktionsreduzierung, Funktionsausfall bei Organen

Frage

Funktionsveränderung: Funktionssteigerung, Funktionsreduzierung, Funktionsausfall bei Organen

Antwort


Einer der revolutionären Aussagen kam wohl mit den biologischen Naturgesetzen mit der Beobachtung der Änderung der Funktion eines Organgewebe. Abhängig von der jeweiligen physiologischen Funktion sowie der embryologischen Herkunft des betreffenden Gewebeteils wurde damit ein Mechanismus erkannt, welcher geordneten Regeln unterliegt. Diese Aussage steht im krassen Gegensatz zur Annahme der alten Medizin zu Veränderungen im Organismus und Körperreaktionen als Chaos und chaotische Zustände.  
Diese Funktionsveränderungen bestehen seit Beginn der Entwicklung der Zellen und Zellverbände bis hin zu den heute bekannten Lebewesen.
Diese Funktionsveränderungen hatten und haben nur einen einzigen Zweck: Biologisch das Überleben zu ermöglichen in freier Natur. Mit der Funktionsveränderung, der Steigerung oder aber der Reduzierung der Funktion wurde erst ermöglicht, dass sich die einzelnen Zellverbände der Vergangenheit entwickelt und ausgebildet haben, langsam verändernd aufgebaut im Laufe der Zeit hin zu jenen Organgebilden und letztendlich jene Körperstrukturen, was wir heute sehen an uns Menschen und an den Tieren. (Dies wurde bisher am ausführlichsten bei Claudio Trupiano beschrieben.)

Mit den Funktionsveränderungen im Verlauf eines der Sonderprogramme kommen sicht-, spür- sowie messbare Veränderungen im Organismus. Dies können sein Schwellungsprozesse, Hautfarbveränderungen, erhöhte oder reduzierte Blutwerte, Schmerzen, usw.


Im Modell der 5 biologischen Naturgesetze können nun Symptome, spür- und sichtbare Körperreaktionen, sehr genau bestimmten Phasenabschnitten im Verlauf von einem oder mehreren der sogenannten "biologischen Sonderprogramme" zugeordnet werden. (Siehe dazu David Münnich, "Das System der fünf biologischen Naturgesetze" Band 1 und 2 sowie Basiskurs 2 bei Nicolas Barro)

Die 5 biologischen Naturgesetze stellen eine einfache, technische Beschreibung dar über die Funktionsweise unseres Körpers und von Körperreaktionen; als synchrones Zusammenwirken von Psyche, Gehirn und Organ. Das Ziel ist hierbei stets, sich selbst biologisch an eine neue und veränderte Lebenssituation anzupassen, um diese Situation bewältigen zu können.

Diese Anpassung geschieht mit Hilfe von uralten, ererbten und angelernten Strategien, welche im Laufe der Entw icklungsgeschichte in vielen voran gegangenen Situationen erfolgreich waren.

Diese Strategien werden heute als Biologische Sonderprogramme bezeichnet.

Hierbei können zwei Phasenabschnitte beobachtet werden; jeweils zeitlich und auch symptomatisch abgrenzbar: In einem ersten Teil eine konfliktaktive Phase sowie, falls es zu einer Lösung der Situation kommt, in einem zweiten Teil eine konfliktgelöste Phase.

Der Verlauf eines Sonderprogramms mit seinen zwei Phasenabschnitten kann nun sehr wohl, aufgrund der unveränderten Lebenssituationen, wiederholt mit Aktivierung des Sonderprogramms und Lösung dieses Sonderprogramms und neuerlicher Aktivierung und wieder Lösung und weiterer Aktivierung usw. stattfinden. Jedes Sonderprogramm kann damit einem sehr dynamischen und zeitlich raschem Wechsel von Aktivierung und Lösung unterliegen. Abhängig von der jeweiligen Zeitdauer von wechselnder konfliktaktiver sowie konfliktgelöster Phase erfolgt dann auch der jeweilige Gewebszellumbau und ergibt ein entsprechendes Zustandsbild des Verlaufs des Sonderprogramms im Gewebeteil vom betreffenden Organbereich.

Das Ziel eines Sonderprogramms im ersten Phasenabschnitt, in der aktiven Phase, ist stets, mit Hilfe der ablaufenden Veränderungen biologisch die neuen und besonderen Lebensumstände zu überwinden oder sich daran anzupassen. Bereits das Verstehen des Systems, “was geht nun gerade genau vor sich”, kann zu einem eigenen leichteren und entspannteren Umgang mit manch heftiger Körperreaktion führen und Folge-Aktivierungen von weiteren Sonderprogrammen aufgrund des bestehenden Körperproblems vermeiden.

Das jeweilige konkrete, konfliktiv empfundene Thema ergibt sich aus der physiologischen Funktion von einem Gewebebereich eines Organs.

Welches der Programme bzw. auch welche Programme jeweils bei einem Funktionsausfall bzw. für eine Funktionsveränderung in Betracht kommen, ist bei jeder einzelnen Person individuell zu überprüfen.



Der biologische Sinn der Programme der Organgewebe in unserem Organismus liegt nun in der Veränderung der physiologischen Funktion eines jeden Sonderprogramms. Aber nicht jede Funktionsveränderung ist sinnvoll. In freier Natur haben diese Veränderungen und damit diese Sonderprogramme von vorneherein nur eine sehr kurze Zeitdauer: Entweder dem Individuum gelingt in kurzer Zeit eine Lösung der Situation oder es stirbt. Für uns Menschen sieht dies anders aus: Die Programme haben im heutigen Lebensalltag selten reale biologische Notwendigkeit. Sondern die Programme werden in Situationen von jeder Person individuell interpretiert und biologisch empfunden. So können Todesängste monate- und jahrelang bestehen; was in freier Natur eine Angelegenheit von Minuten darstellt: Entweder Flucht vor dem Raubtier gelingt oder aber sie misslingt.
Die Funktionsveränderungen bis hin zu Funktionsausfällen in der konfliktgelösten Phase haben im eigentlichen Sinne des Wortes gar keinen Sinn. Sie treten quasi als Begleitumstände in dieser Zeit der Reparatur am Organgewebe und am zugehörigen Hirnrelais auf. Das Ausmaß kann einen leichten Umfang aufweisen; oder aber von solch starkem Ausmaß sein, so dass Eingriffe von außen notwendig sind.



* Eine Funktionsreduzierung tritt in aktiver Phase beim Sonderprogramm von allen Geweben auf, welche aus dem Neuhirn gesteuert werden. Dies ist auch der biologische Zweck des jeweiligen Programms mit dem Ziel, das Individuum den Umgang mit der neuen und veränderten Lebenssituation zu ermöglichen; ursprüngliches Ziel damit das Überleben in freier Natur zu ermöglichen.
So wird beispielsweise die Sensibilität der Oberhaut bei einem aktiven Konflikt des Kontaktabrisses, einem Trennungskonflikt reduziert. In freier Natur ist das Kontakthalten, das Spüren und direkte Wahrnehmen von Individuen aus dem persönlichen Umwelt überlebenswichtig. So muss das Kind die Mutter spüren, weil diese dem Kind das Überleben sichert. Wäre die Mutter weg, so bedeutet dies für das Kind bzw. das Junge in freier Natur den Tod. Um das Finden neuer Wege und damit das Überleben zu ermöglichen, kommt es zur Reduzierung der Sensibilität für die Überwindung des Kontaktabrisses, des Trennungsverlustes.


* Eine Funktionsreduzierung tritt weiters auf in der konfliktgelösten Phase, pcl-A-Phase, des jeweiligen Sonderprogramms bei allen Geweben, sowohl aus dem Neuhirn- als auch aus dem Althirn gesteuerte. In diesem Phasenabschnitt der konfliktgelösten Phase, einer Reparaturphase im Verlauf Sonderprogramms, unterliegt auch das Steuerrelais im jeweiligen Hirnbereich einer Reparaturphase mit Ödemeinlagerung. Hierbei kommt es zu Funktionsreduzierung bis hin zu Funktionsausfällen; abhängig von der Intensität dieses Phasenabschnittes vom jeweiligen Sonderprogramm. Kommt es hierbei zu Einlagerung von großer Menge an Flüssigkeit, so kann der daraus resultierende Schwellungsprozess eines oder mehrere der benachbarten Hirnrelais beeinträchtigen und bei den dazu gehörigen Organgewebsteilen eine Funktionsreduzierung verursachen. Ein Funktionsausfall stellt hierbei die Muskelerschlaffung in pcl-A-Phase dar, wo über die Zeitdauer einer pcl-A-Phase von sehr kurzem Moment bis zu maximal drei Wochen ein Muskel nicht bewegt werden kann; in pcl-B-Phase stellt sich die Bewegungsfähigkeit wieder ein wenn in der Zwischenzeit kein neues Rezidiv, oder aufgrund der bestehenden Beeinträchtigung eine Folgeaktivierung eines Programms verursacht wurde. Als Vergleich dazu der Fallbericht zu Facialis paresi beim Kongress des ital. Studienverbandes 2011.

* Bei den Aussagen mit "Funktionsverlust", „Funktionsausfall“ ist genauer zu beachten, was konkret vorliegt: Beispielsweise wird bei der Aussage "Nierenversagen" in der alten Medizin angenommen, dass das Nierenparenchym nicht mehr funktionsfähig ist in Bezug auf die Blutreinigung. Häufig liegt aber alleine eine aktive Phase des Programms der Nierensammelrohre vor. Abhängig von der Intensität des Programms erfolgt hier eine verstärkte Wasserrückresoprtion zurück in den Organismus und damit wenig Ausscheidung von Urin.

* Funktionsverlust kann es aber auch geben bei völligem Abbau des jeweiligen Funktionsgewebes bei allen Gewebearten, wenn sich nach entsprechenden Zeitverläufen ein völliger Abbau dieses Funktionsgewebes ergeben hat. Oder auch nach mehreren Durchläufen der konfliktgelösten Phase pcl-B-Phase, wobei sich am Ende bindegewebige Vernarbungen gebildet haben. Dies ist etwa zu beobachten bei der sogenannten Mukoviszidose“, wo quasi in der alten Medizin eine „Umwandlung in Bindegewebe“ beobachtet wird; tatsächlich es sich aber um wiederholte vollständige Verläufe vom Sonderprogramm handelt.
Diese Veränderungen im Gewebe treten bei allen Gewebearten auf. Sie hängen ab
vom Zeitverlauf und Zeitdauer von ihren aktiven und ihren konfliktgelösten Phasen. Bei Gewebearten, gesteuert aus dem Althirn, besteht neben der Funktionsverstärkung in konfliktaktiver Phase auch eine langsam voranschreitende Gewebsvermehrung mit Gewebszellenaufbau. Diese Gewebszunahme wird in der konfliktgelösten Phase abgebaut. Im Gegensatz dazu erfolgt bei den Gewebearten, gesteuert aus dem Neuhirn, in konfliktaktiver Phase neben der Funktionsreduzierung langsam mit anhaltender Zeitdauer auch eine Gewebsverminderung mit Gewebszellenabbau. In konfliktgelöster Phase wird dieser Gewebsabbau unter Schwellungsprozess wieder repariert. Dies ist etwa gut zu beobachten beim Knochenprozess mit der sogenannten „Osteoporose“, einem Zustand von Knochengewebsschwund in konfliktaktiver Phase, wo ein Knochenwiederaufbau in konfliktgelöster Phase erfolgt (vergleiche dazu das gut dokumentierte Fallbeispiel im Buch von Björn Eybl, „Die seelischen Ursachen der Krankheiten“ ab der 5. Auflage).


* Beim Gewebe, welches aus dem Althirn gesteuert wird, erfolgt in der konfliktaktiven Phase, CA-Phase, eine Funktionssteigerung, welche in pcl-Phase zunächst in Funktionsverminderung übergeht und letztendlich wieder verschwindet.
Eine Funktionssteigerung gibt es etwa bei den archaichen Sinneswahrnehmungen, beispielsweise das Gehör in Bezug auf das Hören von Geräuschen: Man hört Geräusche lauter bzw. nimmt man diese früher wahr.

Eine Funktionssteigerung erfolgt in den Gewebsteilen des Stammhirns entlang des gesamten Verdauungstraktes, so erfolgt in aktiver Phase eine verbesserte Nahrungsaufnahme im Darmtrakt. Auch der Lungentrakt weist eine Funktionssteigerung auf: Beim sogenannten „Todesangst-konflikt“ steigern die Lungenbläschen, die Alveolen, die Aufnahme von Sauerstoff für die verbesserte lebensnotwendige Atemtätigkeit; die Becherzellen der Lunge produzieren in aktiver Phase eines „Erstickungsangst-Konfliktes“ mehr Flüssigkeit, um die reale oder vermeintliche Bedrohung des Atemtraktes ausschwemmen zu können.

Bei einigen Gewebsarten kann es nach entsprechenden Rezidiven zu einer bleibenden Funktionssteigerung kommen aufgrund der Vermehrung des Funktionsgewebes, welche nach dem völligen Durchlaufen eines Sonderprogramms bestehen bleibt, beispielsweise bei Nebennierenrinde, Nierenparenchym, Eierstock, Hoden.
Beim Gewebe des Stütze-, Halte- und Bewegungsapparat, dem Gewebe nach der embryologischen Entstehungsart Mittleren Keimblatt mit Steuerung aus dem Marklager (Neu-Mesoderm), wird allgemein eine Vermehrung des Organgewebsbereichs beobachtet; was unter anderem auch eine Verstärkung der Struktur bedeutet: So werden die Knochen in der Reparaturphase stärker aufgebaut als diese zuvor gebaut worden waren. Bei der Muskulatur wird genau dieser Effekt des Sonderprogramms genutzt beim Kraftraining für gezielten "Muskelaufbau".



Seminare von Nicolas Barro, nicolasbarro.de
Naturnah-Seminar mit Nicolas Barro und Marco Pfister.
Internetseite www.5bn.de.

Claudio Trupiano, „Danke Doktor H“
Zur Einführung: Simona Cella, Marco Pfister, „Krankheit ist etwas anderes“, Einführungsbüchlein zu den fünf biologischen Naturgesetze des ital. Studienverbandes A.L.B.A. (heute: Ass. Saluta Aktiva Onlus)

Kommentare

Name
E-Mail


Ungültiger Sicherheitscode

Bitte klicken Sie das Bild an, um einen neuen Sicherheitscode zu laden.